Von schlafenden Hunden
Geschrieben von Sarah Aini in Allgemein, Verkaufstipp, tags: Abschluss, Kunden, Verkaufstipp, VertragManche Schwachstellen in Ihrem Angebot findet Ihr Kunde schnell und konfrontiert Sie damit. Viele kleine Schwächen sind jedoch gar keine, wenn Sie Ihren Kunden nicht gerade mit der Nase darauf stoßen.
Ein Beispiel
Als Vorbereitung auf das Gespräch mit Ihrem Kunden haben Sie sich natürlich auch seine Website angesehen. Sie erwähnen das im Gespräch, um zu betonen, dass Sie sich Mühe gemacht haben und vorbereitet sind. Und jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Kunde fängt gleich an sich zu verteidigen, und erklärt, dass “man über die Website ohnehin nochmal drüber gehen müsste” und entschuldigt sich gleich für Baustellen auf der Seite, die Ihnen bei Ihrem Besuch gar nicht oder zumindest nicht negativ aufgefallen sind.
Erst durch seine Selbstkritik werden Sie auf diese vermeintlichen Fehler oder Nachteile aufmerksam. Machen Sie nicht den gleichen Fehler, wenn es um die Kundenakquise und -pflege geht!
Zu viel Information
Viele Mediaberater reden zu viel über Fakten, die für den Kunden gar nicht relevant sind. Die Gefahr dabei ist, dass sie den Kunden erst auf “dumme Gedanken” bringen und Einwände erzeugen.
Ein Beispiel aus einer anderen Branche: Ein Verkäufer bekommt einen Anruf. Der Einkäufer am anderen Ende der Leitung möchte mehr Information über ein Produkt, von dem er viel Gutes gehört hat. Er möchte dieses Produkt in seinen Warenkatalog aufnehmen, das heißt, es handelt sich um eine richtige Großbestellung! Die Sache läuft auch ganz gut, bis der Verkäufer erwähnt: “Da ist aber kein Netzteil dabei.” Jetzt wendet sich das Gespräch, weil der der potentielle Käufer davon ausgegangen ist, dass ein Netzteil zur Ausstattung gehört. Den Abschluss kann der Verkäufer wohl in den Wind schreiben …
Weitere verbotene Formulierungen
“Ich dachte, ich rufe Sie einfach mal an.”
Besser: “Ich rufe Sie an, weil …”
“Dann sieht es also nicht gut aus für uns?”
Besser: “Lassen Sie uns noch einmal über den Terminplan reden!”
“Nun, billig ist das nicht.”
Besser: “Sie bekommen für Ihre Investition (Kundennutzen A) und (Kundennutzen B) und das schon für … Euro.”
“Da muss ich nochmal nachfragen …”
Besser: “Ich finde das gerne für Sie heraus.”
Diese Beispiele kratzen natürlich nur an der Oberfläche des Problems. Aber wenn Sie ein wenig darauf achten, finden Sie sicher Ihre eigenen “Stimmungskiller” und kommen auf alternative, positive Formulierungen.
Wenn Sie dem Werbekunden zeigen können, dass sein vermeintlicher Einwand das beste Argument für den Kauf ist, ist der Einwand damit natürlich vom Tisch. Sie können das folgendermaßen kommunizieren: “Unsere Preise sind ein Indiz für den Wert, den unser Angebot für Sie hat.” Das verschiebt den Fokus des Kunden vom Preis weg in Richtung Wert und erleichtert ihm damit die Entscheidung.
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